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Stefan Mieth
ist Senior Consultant und Projektleiter bei der AIT und unterstützt Unternehmen bei der Einführung und Optimierung des Visual Studio Team Foundation Server. Er hat sich unter anderem der Definition und Verbesserung von ALM Prozessen verschrieben und hilft Unternehmen bei der Etablierung agiler Software Entwicklungs-Methoden und dem lösungsorientierten Anpassen der Werkzeugkette. +Stefan Mieth

Stefan Mieth

Was ist neu in TFS 2013 – Anouncement und erste Features

Montag, 01. Juli 2013

Brian Harry hat am 3.6.auf der TechEd in New Orleans das Visual Studio 2013 und den Team Foundation Server 2013 vorgestellt. Die Preview wurde auf der Build Conference in San Francisco am 26.6.2013 demonstriert und ist ab sofort hier als Download verfügbar.  Viele der Features sind bereits auf der Cloud Lösung Team Foundation Service ausgerollt. Ein kleiner Vorgeschmack, auf das, was kommen wird:

Agile Portfolio Management

Das mit TFS 2012 eingeführte Agile Projektmanagement wurde erweitert. Nun kann jeder Projektbeteiligte – ob Teamleiter, Entwickler oder CEO – in den Agile Project Management Tools auf seiner Ebene agieren. So ist für den einen das Backlog aus Sicht der übergeordneten Business Goals interessant, für den anderen eher aus der Sicht der User Stories oder der Features.

Bereits auf Team Foundation Service verfügbar: Ja

Version Control

Ihnen fällt die Übersicht über all Ihre TFS Instanzen, Collections und Projekte schwer? Sie empfinden das Wechseln zwischen den Projekten als umständlich? Gute Neuigkeit: Der Team Explorer hat eine zentrale “Connect Page” erhalten die Ihnen eine schnelle Übersicht ermöglicht. Haben Sie sich erst einmal mit einem Projekt verbunden können sie in dem ebenfalls neu gestalteten Home Bereich direkt die verfügbaren Solutions sehen und öffnen. Das erspart das lästige Navigieren im Source-Control.

Beim nächsten Punkt mussten wir ein wenig schmunzeln: Der alte “Pending Changes” Dialog hatte mehr Anhänger als gedacht – kein wunder also, das er ein top Ranking auf User Voice bekam. Der Aufschrei der Community hat Wirkung gezeigt, und bringt uns nun die Möglichkeit das Pending Changes Fenster aus dem Hauptfenster des Team Explorers abzukoppeln. Das funktioniert übrigens auch mit einigen anderen Dialogen wie dem Build-Fenster.

Programmierung

Das neue “Heads up Display” blendet dem Entwickler im Editor von Visual Studio Informationen während der Arbeit direkt im Code ein – sogenannte “Indicators”. So können die letzten Ergebnisse eines Unit-Tests ebenso einfach eingeblendet werden wie die letzten Änderungen an der betreffenden Code-Zeile.

Für das Auffinden von Memory Leaks die erst in der Produktion auftreten gibt es es nun die Memory Diagnostic. Ein “snapshot” aus der Produktion kann später im Visual Studio zu Debugging-Zwecke geladen werden.

Testing

Der mit TFS 2010 eingeführte Microsoft Test Manager und die darin enthaltenen Test-Pläne, –Suiten und Cases wurden bereits in der letzten Version mit dem Update 2012.2 in das Web Access „dupliziert“. Neu ist nun, das auch Testpläne via Web angelegt und verändert werden können. Endlich kein lästiger Wechsel mehr zwischen Test Professional und Web-Oberfläche. Nebenbei wurde auch das Modifizieren von Test Cases und das Verwenden von Shared Steps verbessert.

Was besonders Web Entwickler freuen dürfte: Das seit Visual Studio 2005 bekannte Load Testing wurde durch “Cloud Load Testing” mit einem neuen Service erweitert. Mit nur wenigen Konfigurationsschritten soll es nun möglich sein, ein Load Test auszuführen – ohne umständliches Aufsetzen einer entsprechenden Infrastruktur (voraussichtlich nur für Visual Studio Ultimate).

Release Management

Microsoft hat mit der Firma InCycle ein Abkommen über InRelease als Lösung zur Releaseverwaltung getroffen. Das vollständig in das TFS System integrierte Werkzeug soll es ermöglichen einen umfassenden und komfortablen Überblick über ausgelieferte oder in der Entwicklung befindliche Releases zu gewinnen. Ein spannendes Feature sind die automatisierten “Deployment Pipelines” die allen Anschein nach über die bereits aus dem TFS Build-System bekannte Workflow-Foundation realisiert werden. Somit können via Ablaufdiagramm die Deploy-Wege eines Builds modelliert werden.

Team Collaboration

Auch im Bereich der Zusammenarbeit im Team hat sich das Entwicklerteam etwas einfallen lassen: “Team Rooms” – Ein in das System eingebetter Chatbereich für Besprechungen und schnelle Abstimmung der Teammitglieder. Was früher mit Instant Messaging, E-Mails, und Telefonaten erledigt wurde ist nun zentral abgelegt. Durch die always on – always recorded Funktion können alte Besprechungen später noch einmal “nachgelesen” werden. Team Rooms sind aber mehr als nur ein Chat – es können auch Benachrichtigungen über Work item Changes oder abgeschlossene Builds aktiviert werden.

Fazit

Es gibt viele spannende neue Features und wir können es kaum erwarten sie alle einzusetzen. Wie es bisher aussieht hat Microsoft erneut stark auf die Community gehört. Die Feature-Liste liest sich durchdacht und praktikabel – jetzt müssen sich die neuen Funktionen im Alltag beweisen. Das bereits runde Gesamtbild ALM mit dem Team Foundation Server wird weiter ausgebaut und bietet für alle Projektrollen viele sinnvolle Verbesserungen.

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