Allgemein Für Administratoren Für Architekten Für Entwickler Für Projektleiter Für Tester News Produkte Publikationen
X
Wladislaw Wagner

Wladislaw Wagner

Office Add-Ins erstellen – Teil 1: Grundlagen

Dienstag, 05. April 2016

In dieser Blogserie wird vorgestellt, was Office Add-Ins sind, und wie ein Add-In erstellt und publiziert wird. Die Blogserie teilt sich in drei Teile auf: Grundlagen, Entwicklung und Veröffentlichung. Nach der allgemeinen Einführung in das Thema werden für die konkreten Beispiele Add-Ins zur Erweiterung von Word verwendet.

Office Add-Ins sind Erweiterungen für Microsoft Office. Diese Add-Ins erweitern lokal installierte Office sowie Office Online Anwendungen. Genauer ist ein Office Add-In eine Webanwendung, die in einem Browsersteuerelement oder iFrame gehostet wird, der im Kontext einer Office-Anwendung ausgeführt wird. Add-Ins können den Funktionsumfang einer Microsoft Office-Anwendung erhöhen. Sie können auf Daten im Dokument oder E-Mail-Elemente zugreifen und eine Verbindung mit Webdiensten oder anderen webbasierten Ressourcen herstellen. Ein Add-In wird nicht auf dem Computer installiert, auf dem die Office-Anwendung ausgeführt wird, sondern die Implementierung wird auf einem Webserver gehostet. [1]

Typen von Office Add-Ins

Die Office Add-Ins werden in drei Add-In Typen unterteilt: Inhalts-, Outlook- und Aufgabenbereich-Add-Ins. Jeder Typ dieser Add-Ins unterstützt nur bestimmte Office-Anwendungen, wie in Tabelle 1 zu sehen ist.

Office-Anwendung Inhalts-Add-Ins Outlook-Add-Ins Aufgabenbereich-Add-Ins
Access-Web-Apps
Excel 2013 oder höher
Excel Online
Excel für iPad
Outlook 2013 oder höher
Outlook für Mac
Outlook für Web App
OWA für mobile Geräte
PowerPoint 2013 oder höher
PowerPoint Online
Project 2013 oder höher
Word 2013 oder höher
Word Online
Word für iPad

Tabelle 1: Unterstützte Typen von Office Add-Ins [2]

Aus Tabelle 1 ist zu entnehmen, dass Inhalts-Add-Ins von allen Office Anwendungen außer Word, Project und Outlook benutzt werden kann. Für Outlook gibt es die Outlook-Add-Ins, die keinen anderen Typen von Office Anwendungen unterstützen. Zuletzt wären da die Aufgabenbereich-Add-Ins, sie unterstützen die meisten Office-Anwendungen außer Outlook und Access. [2]

Mit Inhalts-Add-Ins werden webbasierte Features als Inhalt integriert, dieser Inhalt kann inline mit dem Text im Dokument angezeigt werden. Damit können umfangreiche, webbasierte Datenvisualisierungen, eingebettete Medien wie z. B. ein Web-Video-Player, eine Bildergalerie oder andere externe Inhalte integriert werden. Bei den Inhalt-Add-Ins kann Breite und Höhe angepasst werden. [2]

Outlook-Add-Ins werden neben einem Outlook-Element angezeigt. Sie funktionieren mit E-Mail-Nachrichten, Besprechungsanfragen, Besprechungsantworten, Besprechungsabsagen, Terminen und in Szenarien in denen der Benutzer auf ein empfangenes Element antwortet, oder ein neues Element erstellt. Outlook-Add-Ins können auf bestimmte Informationen des Elements zugreifen, wie z.B. die Adresse oder die Nachverfolgungs-ID. [2]

Aufgabenbereich-Add-Ins werden parallel in einem Office-Dokument verwendet. Sie liefern kontextbezogene Informationen und Funktionalitäten, um das Anzeigen und Erstellen von Dokumenten zu verbessern. Als Beispiel kann ein Aufgabenbereich-Add-In im Dokument Produktinformationen anhand des Produktnamens oder der Artikelnummer anzeigen. [2]

Es gibt noch die Wörterbuch-Aufgabenbereich-Add-Ins, diese basieren auf dem standardmäßigen Aufgabenbereichs-Add-In mit zusätzlichen Features, wie das Abfragen und Anzeigen von Definitionen aus einem Wörterbuch-XML-Webdienst an zusätzlichen Stellen in der Benutzeroberfläche der Office-Anwendung. Bei einem typischen Wörterbuch-Aufgabenbereich-Add-In wählt der Benutzer einen Ausdruck im Dokument aus. Diese Auswahl wird dann an den Webdienst des Wörterbuchanbieters übergeben. Die Webseite des Wörterbuchanbieters wird danach aktualisiert, damit der Benutzer die Definitionen für die Auswahl angezeigt bekommt. [3]

Entwicklungstools für Office Add-Ins

Microsoft stellt zwei Entwicklungstools zur Entwicklung von Office Add-Ins bereit: Napa und Visual Studio. Napa ist eine Entwicklungsumgebung mit der Add-Ins für Office und SharePoint in einem Browserfenster entwickelt werden. Bevor das Entwickeln in Office 365 möglich ist, muss die Entwicklungsumgebung im SharePoint hinzugefügt werden. Dies kann über eine Entwicklerwebseite auf SharePoint erledigt werden, in dem über den großen Button „App erstellen“ zum Hinzufügen oder zum Starten von Napa verwendet wird. Allgemein reicht ein Microsoft-Konto und dieser Link um mit Napa zu entwickeln. [4] [5]

Für die Entwicklung wird Visual Studio 2015 benötigt. Falls die Ausführung des Add-Ins auf einer Client-Host Anwendung wie Word vorgesehen ist, dann sollte Microsoft Office 2013 oder höher vorhanden sein. Außerdem muss Visual Studio das „Microsoft Office Developer Tools for Visual Studio 2015“ Update oder höher installiert haben. [6]

In dem nächsten Blogartikel wird vorgestellt, wie ein Word Add-In als „Hello World“ Beispiel in Napa und Visual Studio erstellt werden kann. Dazu werden der Aufbau des Add-Ins, das Debugging und wichtige Hinweise zur API erläutert.

[1] https://msdn.microsoft.com/de-de/library/office/jj220060.aspx

[2] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/jj220082.aspx

[3] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/fp161155.aspx

[4] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/jj220041.aspx

[5] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/dn974046.aspx

[6] https://msdn.microsoft.com/de-de/library/a23c5ce8-6de3-40f6-a86a-85d3592bef3e

Verwandte Artikel:

Benötigen Sie Unterstützung bei der Software-Entwicklung und Architektur von .NET basierten Lösungen oder bei Einführung und Anpassung von Visual Studio / Microsoft Test Manager / Team Foundation Server?

Wir stehen Ihnen unter info(at)aitgmbh.de gerne zur Verfügung.

Tags: , , , , , , , , , , ,

Hinterlasse eine Antwort