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Wladislaw Wagner

Wladislaw Wagner

Office Add-Ins erstellen – Teil 3: Veröffentlichung

Freitag, 08. April 2016

In diesem Blogartikel geht es um die Veröffentlichung eines Office Add-Ins. Dies ist letzter Teil der dreiteiligen Blogserie. Das Hosten des Webprojektes wird hier nicht beschrieben, der Fokus liegt auf dem Veröffentlichen des Manifests. Im zweiten Teil wurde erläutert wie ein einfaches Beispiel erstellt wird. Bevor an das Publizieren herangegangen wird, muss entschieden werden, wo es publiziert werden soll, und was dafür notwendig ist (siehe Abbildung 1 für die Ablaufliste).

Abbildung 1 Blogartikel 3

Abbildung 1: Ablaufliste zur Veröffentlichung eines Aufgabenbereich-Add-Ins

Visual Studio bietet die Möglichkeit an, zu prüfen, ob das Manifest die nötigen Anforderungen für den Office Store erfüllt. Dazu über das Projekt mit der Manifest-Datei, das Kontextmenü öffnen und „Publish“ auswählen. Den Pfad zu dem Manifest bestimmen und mit „Perform a validation check“ die Überprüfung ausführen. Um das Add-In im Add-In-Katalog anzubieten, müssen der Name und die URL, die auf den Webserver verweist, angegeben werden. Für den Office Store müssen noch ein Icon und eine URL, die zum Support führt, vorhanden sein. Wichtig ist für den Office Store, dass die URL der gehosteten Webseite mit https beginnt. [1]

Nicht jeder Add-In Typ kann alle Optionen, die zum Veröffentlichen angeboten werden, nutzen (siehe Tabelle 1). Jeder Add-In-Typ kann im Office Store publiziert werden. Inhalts- und Aufgabenbereich-Add-Ins können im Add-In Katalog auf dem SharePoint hochgeladen und über einen Netzwerk Ordner freigegeben werden. Outlook-Add-Ins können in einem Exchange-Katalog veröffentlicht werden, der für Benutzer des Exchange-Servers verfügbar ist. [2]

Typ Office Store Unternehmens-Add-In-Katalog Add-In-Katalog mit freigegebenen Ordnern Exchange-Server
Aufgabenbereich-Add-In
Inhalts-Add-In
Outlook-Add-In

Tabelle 1: Optionen für die Veröffentlichung von Office-Add-Ins [2]

Office Store

Beim Office Store handelt es sich um einen öffentlichen Marketplace, den Microsoft auf Office.com hostet und reguliert.2 Hier können Entwickler weltweit ihre Office-Lösungen veröffentlichen und verkaufen. Endbenutzer und IT-Experten können diese dann für private oder geschäftliche Nutzung herunterladen. Nach Upload eines Add-Ins in den Office Store, wird der Code von Microsoft überprüft. Wenn die Überprüfung erfolgreich war, wird das Add-In von Microsoft digital signiert. [3]

Um ein Office Web Add-In im Office Store zu veröffentlichen, wird ein Seller Dashboard Account vorausgesetzt. Dieses Konto umfasst ein Marketingprofil, womit das Fachgebiet des Unternehmens erläutert und Kunden erklärt wird, wie sie von Ihren Apps profitieren. Es kann ein Einzel- oder Unternehmenskonto erstellt werden. [4]

Wenn das Profil erstellt oder bearbeitet und zur Genehmigung übermittelt wird, wird es von GeoTrust und Mitgliedern des Seller Dashboard-Teams überprüft. Der Anzeige- oder Firmenname muss der vollständig registrierte Name des Unternehmens sein, er darf nicht mit einer anderen Marketingprofilidentität übereinstimmen. Die Inhalte auf der bereitgestellten Webseite müssen funktionieren und dem Unternehmen gehören. Unternehmensinformationen müssen überprüfbar und korrekt sein. Die verantwortliche Person für das Seller Dashboard muss berechtigt sein, im Namen des Unternehmens zu handeln.

Der Genehmigungsstatus unterteilt sich in Statusarten:

  • Pending approval: Die Kontoinformationen werden noch geprüft, es können Add-Ins hinzugefügt werden.
  • Approved: Hier ist die Einreichung von Add-Ins zur Überprüfung möglich.
  • Changes requested: Änderungen sind nötig, damit das Konto genehmigt wird.

Beim Hinzufügen des Add-Ins müssen Informationen wie Version, Veröffentlichungsdatum, URL zur Dokumentation und zusätzlich für jede unterstützte Sprache eine Beschreibung, Bilder und Titel angegeben werden. Für verschiedene Länder können verschiedene Logos angegeben werden. Damit Tester von Microsoft die Vorlage des Add-Ins als Teil des Genehmigungsprozesses testen können, müssen Einleitung, Links zu Ressourcen und Videos zur Demonstration des Add-Ins zur Verfügung gestellt werden. Für den genauen Ablauf einer Veröffentlichung ist am besten die Dokumentation von Microsoft zu benutzen. [5]

Unternehmens-Add-In-Katalog

Für Aufgabenbereich- und Inhalts-Add-Ins können auch private Add-In-Kataloge bereitgestellt werden, um dieselbe Add-In-Kauferfahrung wie mit dem Office Store zu ermöglichen. Mit dem Add-In-Katalog sind die Veröffentlichung und die Verwaltung von intern erstellten Add-Ins möglich sowie von Add-Ins, die im Office Store verfügbar sind und im Unternehmen lizenziert sind. [3]

Um eine Veröffentlichung im Add-In-Katalog zu ermöglichen, muss dieser zuerst im Office 365 Admin Center erstellt werden. Dafür werden Administratorrechte für die ganze SharePoint-Subscription benötigt und es kann nur ein Add-In-Katalog für eine Subscription existieren. Um das Add-In zu veröffentlichen, muss die XML-Manifest Datei in den Add-In-Katalog hochgeladen werden. Nach dem Hochladen wird das Add-In im Add-In-Katalog installiert: War die Installation erfolgreich, werden der Add-In Typ, die ID und die Version angezeigt (siehe Abbildung 2). Fehlen diese Angaben, ist das Manifest fehlerhaft. [6] [7]

Abbildung 2 Blogserie 3 Office Add-In

Abbildung 2: Im Add-In Katalog veröffentlichtes Aufgabenbereich-Add-In

Fazit

Im Allgemeinen haben die Office Add-Ins den großen Vorteil, dass ein Add-In für mehrere Office-Anwendungen entwickelt werden kann. Es kann z.B. ein Add-In für Word, Word Online, Excel und Excel Online gleichzeitig entwickelt werden. Dieses Add-In wird nur einmal implementiert.

Für die Entwicklung bietet Napa die minimale Funktionalität an, um ein Office Add-In mit CSS, HTML und JavaScript-Dateien zu erstellen. Im Gegensatz zu Napa bietet Visual Studio viele Tools zur Entwicklung an. Das Webprojekt von dem Office Add-In Template kann problemlos gegen ein anders Webprojekt eingetauscht werden.

Bei der Entwicklung muss man besonders darauf achten, welche Objekte, Eigenschaften, Methoden und Events von den Office Anwendungen unterstützt werden. Denn wenn Word und Excel unterstützt werden, heißt es nicht, dass auch Word Online und Excel Online unterstützt werden.

[1] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/fp179811.aspx

[2] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/fp123515.aspx

[3] https://msdn.microsoft.com/de-de/library/office/jj220082.aspx

[4] https://msdn.microsoft.com/de-de/library/office/jj220037.aspx

[5] https://msdn.microsoft.com/de-de/library/office/jj220033.aspx

[6] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/fp123530.aspx

[7] https://msdn.microsoft.com/DE-DE/library/office/fp123517.aspx

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