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Barbara Göller

Barbara Göller

Neu in Visual Studio und TFS "15" / 2017: Neues fürs Testen in Update 1

Montag, 20. Februar 2017

In vorhergehenden Beiträgen unserer Serie zum Thema “Neu in TFS und Visual Studio 2017” wurden bereits zahlreiche neue Features für den Bereich des Testens beschrieben. Vor wenigen Tagen wurde nun wurde RC2 für Update 1 veröffentlicht, welcher wiederum zahlreiche Neuerungen mit sich bringt. Auf welche neuen Möglichkeiten Sie sich freuen dürfen, möchten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag vorstellen.

 

Test Management

Für den Bereich des Test Managements bringt Update 1 im Wesentlichen zwei neue Features mit: Die erste Neuerung erleichtert die Arbeit mit einer Vielzahl an Test Plänen innerhalb eines Projektes.  So ist es nun möglich Test Pläne als Favoriten zu markieren (vgl. Abb. 1 (1)) um diese schneller wiederzufinden. Als Favoriten markierte Test Pläne können dann im Tab Favorites in der Test Plan-Auswahl (vgl. Abb. 1 (2)) und auf der neuen Account Home Page (vgl. Abb. 1 (3)) direkt ausgewählt werden.

Abb. 1:  Test Plan Favoriten

Die zweite Neuerung erlaubt es dem Nutzer Test Artefakte dauerhaft zu löschen.  Zu diesen gehören Test Pläne, Test Suiten, Test Cases, Shared Parameter wie auch Shared Steps. Um ein solches Test Artefakt zu löschen kann sowohl im Test– als auch im Work-Hub die Option Permanently delete des Kontextmenüs genutzt werden. Dabei werden alle mit dem Test Artefakt verbundenen Test Ergebnisse und im Falle von Test Plänen bzw. Test Suiten die darunterliegenden Test Suiten ebenfalls gelöscht (vgl. Abb. 2).

Die neue Funktion geht mit der neuen, zugehörige Berechtigung Delete test artifacts einher. Um von der neuen Funktion Gebrauch machen zu können muss diese auf Allow gesetzt sein und dem User muss das Access Level Advanced zugewiesen sein.

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Abb. 2:  Löschen von Test Artefakten

 

Testausführung

Im Bereich der Testausführung bringt das Update ein lang ersehntes Feature mit sich. Bislang musste ein weiterer Tab oder ein weiteres Browserfenster parallel zur Testausführung geöffnet werden, um die Description des auszuführenden Test Cases lesen zu können. Mit dem neuen Update ist es nun endlich möglich diese während der Ausführung direkt im Test Runner ein-und auszublenden (vgl. Abb. 3). Dies ist besonders in Szenarien hilfreich, in denen zusätzliche, für die Testausführung benötigte Informationen im Description-Feld wie z.B. zu erfüllende Voraussetzungen oder Abhängigkeiten, dokumentiert sind.

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Abb. 3:  Einblenden der Test Case Description im Test Runner

Eine weitere nützliche Neuerung betrifft die Verlinkung von Bugs aus der Testausführung heraus. War es bislang aus dem Test Runner nur möglich neue Bugs anzulegen, so können nun auch bereits bestehende Bugs um Informationen aus dem Testlauf erweitert werden (vgl. Abb.4). Analog zum Anlegen neuer Bugs werden die Informationen über die bisher ausgeführten Schritte und die zugehörigen Ergebnisse in der Description festgehalten. Ist bereits eine Description vorhanden, so werden die Informationen am Ende angehängt. Des Weiteren werden der Test Case, das entsprechende Test Result sowie alle zusätzlichen Anhänge wie z.B. Action Log oder Screenshots, mit dem Bug verlinkt bzw. angehängt.

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Abb. 4:  Bestehende Bugs aus Test Runner verknüpfen

Möchte man nun zu einem späteren Zeitpunkt die Behebung eines aus einem Testlauf heraus verknüpften Bugs verifizieren, so bietet das Update 1 auch hier eine Lösung. Anstatt wie bislang zum verknüpften Test Case in der zugehörigen Test Suite zu navigieren , lässt sich der Test Case direkt aus der Bug Work Item-Form mittels der Option Verify ausführen (vgl. Abb. 5 (1)). Darüber hinaus kann im Anschluss an die Testausführung der Bug direkt im Test Runner aktualisiert werden, um so die neu gewonnen Ergebnisse direkt im Bug widerzuspiegeln (vgl. Abb.5 (2)).

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Abb. 5:  Verify Bug

Für die Ausführung von automatisierten Tests innerhalb von JSON-Builds bringt das Update eine Preview der Version 2.* für den Task Visual Studio Test mit sich. Dieser enthält die neue Möglichkeit der Test Impact Analyse, wobei hierfür die neueste Visual Studio-Version vorausgesetzt wird (vgl. Abb. 6). Ist die neue Option aktiviert, werden nur Tests  im jeweiligen Build ausgeführt, welche benötigt werden um alle seit dem letzten Build eingecheckten Codeänderungen zu validieren. Hierbei lässt sich auch konfigurieren, nach welcher Anzahl ausgeführter Builds alle Tests ausgeführt werden sollen.

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Abb. 6:  Test Impact Analyse

Auch für den Task Deploy Test Agent wird eine Preview der Version 2.* bereitgestellt. Diese erlaubt es Test Agents für Visual Studio 2017 RC zu installieren.

Nicht zuletzt bleibt im Bereich der Testausführung zu erwähnen, dass die Test & Feedback-Extension, welche erweiterte Möglichkeiten für die Testausführung wie z.B. exploratives Testen anbietet, jedoch bislang nur für Chrome verfügbar war nun auch für Firefox bereit steht.

 

REST API und Erweiterungen

Auch im Bereich der REST API hat sich mit Update 1 ein Schritt voran getan. So ist nun möglich Test Steps und Test Step Attachments per Hilfsklassen des REST-Clients neu anzulegen, zu modifizieren sowie diese auch wieder zu löschen. Ein Beispiel dafür ist auf GitHub zu finden.

Über den Ausbau der REST-Clients hinaus gibt es eine weitere Neuerung, welche im Zusammenhang mit der Programmierung steht. Das Update stellt einen neuen Extension Point (ms.vss-test-web.test-plan-pivot-tabs”) zur Verfügung, welcher es erlaubt eigene Extensions in Form von Tabs innerhalb des Test Plan-Tabs zu implementieren.

 

Fazit

Update 1 bringt eine Vielzahl an nützlichen Features mit sich, welche den Testing-Alltag erleichtern und die Integration zu anderen Bereichen weiter voranbringt. Da RC2 wie auch bereits RC1 eine Go-Live-Freigabe besitzt und somit auch in Produktivumgebungen installiert werden kann, können Sie also bereits jetzt von den zahlreichen Neuerungen profitieren.

 

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Eine Antwort zu “Neu in Visual Studio und TFS "15" / 2017: Neues fürs Testen in Update 1”

  1. Peter M. sagt:

    Danke für die Info. Es tut sich so viel in den Tools rund um Softwaretest und Testmanagement, dass es schwer ist am Ball zu bleiben, selbst wenn man sich auf wenige Tools konzentriert.
    Wer eh TFS nutzt, hat einige gute Features diesbezüglich direkt an der Hand ohne auf weitere externe Tools setzen zu müssen. Das finde ich an MS TFS ganz gut.

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