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Lars Roith
Lars Roith ist Senior Software Consultant und Geschäftsführer der AIT. Eines seiner „Steckenpferde“ ist die Architektur- und Prozessberatung. Lars Roith ist maßgeblich beteiligt am hauseigenen Softwareentwicklungsprozess (AIT SEP) und ist für das AIT Task Board verantwortlich.

Lars Roith

Eindrücke von der Hannover Messe 2017

Dienstag, 02. Mai 2017

Vom 24.04.2017 bis 28.04.2017 war Hannover wieder der Schmelztiegel von industrieller Innovation. Alle Schlüsseltechnologien und Kernbereiche der Industrie sind auf der Leistungsschau vertreten. Auch wir waren vor Ort. Unser Ziel diesmal: Validieren der Innovationsschritte, die wir mit unseren Kunden gehen. Unter diesem Fokus haben wir uns insbesondere die Bereiche Augmented Reality und  Virtual Reality, sowie Internet of Things, insbesondere im Hinblick auf IaaS-, PaaS- und SaaS-Lösungen angesehen. Aber eins nach dem anderen.

Augmented und Virtual Reality

Zuerst werfen wir einen Blick auf Virtual (VR) und Augmented Reality (AR). Datenbrillen, egal ob VR oder AR waren reichlich vorhanden. Allein auf dem Microsoft-Stand waren laut Aussage von Dr. Robert Nahm, Industry Manager für deutsche Automotive-Kunden bei Microsoft, mehr als 50 Brillen verfügbar. Aber auch andere Anbieter wie Epson, Vuzix, DAQRI oder Intel sind auf den Ständen zahlreich vertreten. Auffällig ist, und dies spiegelt sehr stark unsere Erfahrung aus Kundenprojekten und Kundensprächen wider, dass das Thema AR weitaus relevanter für die Industrie scheint. Es fanden sich wesentlich weniger VR- als AR-Szenarien auf den Ständen der Aussteller. Eines der besseren Szenarien zeigte Dassault Systemes mit einem virtuellen Rundgang durch eine Produktionsanlage. Im Gegensatz zu vielen ähnlichen VR-Szenarien überzeugt die Anwendung von Dassault Systems durch hohe Frameraten bei guter optischer Qualität.

VR Demo bei Dassault Systems

Spannender waren jedoch die vielen AR-Szenarien. Auf Basis von einfachen AR-Brillen wurden insbesondere Remote-Support, Training und Supervision dargestellt. Die Brillen basieren dabei zumeist auf Android-Plattformen, die Anwendungen schwanken von nativen bis zu Web-Applikationen. In beiden Ausprägungen lässt sich noch immer erkennen, dass Entwickler und Anwender nach Best Practices für die Gestaltung von User Interfaces und insbesondere User Experience suchen. Dabei werden anscheinend vor lauter Spielerei die Basics vergessen. So verwirrte mich die Bedienung einer Intel-Brille, bei der man mittels Wisch-Gesten an der Brille durch die Applikation navigiert, dabei aber die Richtung der Wischgeste entgegengesetzt zur Navigation war.

Im Bereich der Mixed Reality Devices gab es neben Microsoft HoloLens auch weitere Vertreter. So waren Prototypen chinesischer Hersteller auf Basis von Windows Mixed Reality zu sehen. Darüber  hinaus zeigte DAQRI sowohl seinen Helm als auch seine neue Datenbrille. Beide basieren auf der nahezu gleichen Hard- und Softwareplattform.

Internet of Things

Das Modewort IoT fand man an nahezu jedem Stand. Die Interpretation ist dabei aber noch immer sehr breit gefächert. Für uns und unsere Kunden sind insbesondere die Cloud-Dienstleister wie Amazon und Microsoft, aber auch die Spezialisten wie Bosch, Siemens oder GE interessant. Alle versprechen mit ihren Suiten einen schnellen Start bei der Entwicklung eigener IoT-Lösungen. Während sich die meisten dabei auf PaaS und IaaS-Szenarien beschränken, zeigte Microsoft mit Micosoft IoT Central eine SaaS-Lösung, die auf der bestehenden Microsoft Azure IoT Suite aufsetzt und den Zugang zur Verwaltung von und Interaktion mit Geräten sowie die Beschaffung und Auswertung von Daten und die sich daran anschließenden Verarbeitungen sowie Inter- und Reaktionen wesentlich vereinfacht.

Wichtiges Instrument für die Realisierung ist bei allen Lösungsanbieter OPC UA. Auf der am 25.04.2017 gehaltenen Pressekonferenz konnte die OPC Foundation daher auch zwei großartige Bekanntmachungen tätigen. Zum einen verwies Stefan Hoppe, OPC Foundation Global Vice President, auf die Relevanz von Datensicherheit und auf die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationsindustrie (BSI) durchgeführte Analyse der OPC UA Spezifikation sowie einer zugehörigen Referenzimplementierung. Die Analyse bestätigt, dass Sicherheit eine der Säulen von OPC UA ist.

 

Darüber hinaus konnte im Laufe des vergangenen Jahres die bisherige OPC UA Referenzimplementierung durch eine neue, insbesondere von Microsoft getriebene und auf .NET Standard basierende Referenzimplementierung ersetzt werden, welche allen Interessierten auf GitHub zur Verfügung steht. Wer kommerziellen Support für den OPC UA .NET Standard Stack sucht, wird voraussichtlich ab Q4 2017 bei Softing Industrial fündig, wie das Unternehmen im Rahmen der Pressekonferenz verlautbaren ließ.

Gleichzeitig zeigte sich, das Microsoft auch im Rahmen von OPC UA einer der größten Mitwirkenden für Open Source Software ist. So stehen nun neben. .NET und .NET Standard auch Stacks in Java und AnsiC zur Verfügung.

 

Suchen auch Sie einen herausragenden Partner bei der Umsetzung Ihrer IoT- oder AR-Lösungen, so sprechen Sie uns an. Wir freuen uns darauf, mit unserem Wissen und Können zum Gelingen Ihrer Lösung beitragen zu können.

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