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Benjamin Boost

Benjamin Boost

We are all creators – Tag 2 @ MSBuild 2017

Samstag, 13. Mai 2017

Die große Frage am Morgen des zweiten Tages auf der BUILD war: “Kann der erste Tag noch getoppt werden?“. Die Antwort war nach den ersten 30 Minuten der Keynote klar: „Ja!“. Aber beginnen wir von vorne…

Die erste Ankündigung der Keynote war das Windows 10 Fall Creators Update, welches im dritten Quartal des Jahres kommen wird. Was in diesem alles enthalten ist, war zu dem Zeitpunkt noch längst nicht absehbar. Doch das änderte sich schnell.

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Mit Windows Story Remix wurde die erste neue App des Updates vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen Filmeditor, der jedoch deutlich mehr kann, als alles was der normale Windows Benutzer bisher kennt. Durch Machine Learning erkennt die App, welche Videos und Bilder relevant sind, schneidet diese in sinnvolle Szenen und kombiniert das Ganze mit Musik. Es können einzelne Personen als „Star“ definiert werden, wodurch sich der gesamte Film um diese Personen zentriert. Möglich wird dies durch die Gesichtserkennung in Bildern und Videos. Durch Remix 3D können 3D-Modelle, die von der Internet-Community erstellt wurden, in die eigenen Videos integriert werden. Dadurch ergibt sich ein Mixed Reality Erlebnis von besonderem Wert. Das verblüffendste an dieser App ist wie einfach diese Videos erstellt werden können. Es braucht keinerlei Erfahrung. Hier ist das Video aus der Keynote zu finden.

Mit dem kommenden Windows Update wird der Austausch von Daten zwischen mehreren Geräten um ein Vielfaches erleichtert. Wer kennt es nicht. Man hat ein Bild auf dem Handy gemacht und möchte dieses nun auf dem Desktop Rechner haben. Was vorher umständlich über das Zusenden an die eigene E-Mail-Adresse passierte, ist dank dem Cloud-powered Clipboard nun direkt möglich. Hierbei kann nicht nur Text, sondern auch Bilder und Datei können bequem zwischen Geräten kopiert und eingefügt werden. Durch OneDrive Files On-Demand können nun Dateien bequem in der Cloud gespeichert und bei Bedarf nachgeladen werden. Die nötigen Anpassungen wurden direkt in Windows gemacht und nicht über eine Applikation installiert. Somit findet der Mechanismus der On-Demand-Synchronisation komplett im Hintergrund statt, ohne Auswirkung auf die Anwendungen welche auf die entsprechenden Dateien zugreifen.

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Um die Entwicklung für unterschiedliche Endgeräte zu erleichtern, wurde der Xamarin Live Player angekündigt. Mit dem Xamarin Live Player ist es nun möglich, eine Xamarin App direkt auf einem iOS oder Android Gerät zu debuggen. Darüber hinaus ist es zur Debug-Zeit möglich, die Logik und die UI der App zu verändern, während die Änderungen direkt dargestellt werden. Die Entwicklung von Oberflächen für mehre Endgeräte auf unterschiedlichen Plattformen soll in Zukunft durch den angekündigten XAML Standard 1.0 ebenfalls vereinfacht werden.

Mit dem neuen Timeline Feature ist es möglich, eine Zeitachse für die letzten verwendeten Dokumente und Apps zu bekommen. Dadurch hat man immer alles auf einen Blick, was man als letztes verwendet hat und kann direkt dort einsteigen. In Verbindung mit Pick off where you left with Cortana wird das Arbeiten mit mehreren Endgeräten eine komplett neue Erfahrung. Dank Microsoft Graph und Project Rome ist die intelligente Assistentin Cortana nun in der Lage zu merken, was man als letztes oder in der Vergangenheit gemacht hat. Diese Aktionen können dann auf anderen Geräten fortgesetzt werden. Fängt man also auf dem Desktop Rechner an, einen Blog Post zu lesen, kann man diesen bequem auf dem Handy weiterlesen. Sofern die passende App nicht verfügbar ist, bietet Cortana direkt an, diese zu installieren.

Die Cross-Plattform und Cross-Device-Strategie von Microsoft wird nun auch im Windows Store ersichtlich. So ging ein großes Raunen durch die Menge, als Microsoft bekannt gab, dass iTunes zukünftig im Windows Store verfügbar ist. Als wichtige Lektion nehmen wir hieraus mit: Um Innovation zu fördern, muss man Kooperationen eingehen, statt zu konkurrieren. Zusätzlich zu Ubuntu für die Windows Bash werden in Zukunft noch SUSE und Fedora im Windows Store verfügbar sein.

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Das größte Highlight ist jedoch die Präsentation des Fluent Design System. Light, Depth, Motion, Material, Scale – das sind die neuen Konzepte, die hinter Microsoft Fluent Design System stehen. Auf einfache Art und Weise und mit wenig Zeilen Code, können Entwickler die Oberfläche ihrer UWP Apps verbessern. Durch Light werden Elemente rund um den Cursor hervorgeben. Depth ermöglicht es z.B. über Parallex Scrolling eine zusätzliche Tiefe einzubringen, um aus der zwei dimensionalen Welt auszubrechen. Motion lässt Navigation und Transitionen in Anwendungen flüssig aussehen, in dem z.B. Elemente von einer Ansicht in die nächste Ansicht animiert werden. Bei Material gibt es das neue Acrylic Design, bei dem gewisse Bereiche einer App wie z.B. die Navigation einen transparenten Blureffekt erhalten. Mit Scale soll sich nicht nur auf eine zwei dimensionale Welt beschränkt werden. In Zeiten von Mixed Reality gibt es die Möglichkeit, in die drei dimensionalen Welt zu skalieren. Zusätzlich legt Microsoft großen Wert auf Windows Ink, durch das mit einem digitalen Pen gezeichnet oder geschrieben werden kann.

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Mixed Reality ist keine kleine Idee mehr. Es ist die Zukunft der Softwareentwicklung. Dieses Bild wurde von Alex Kipman ganz klar herausgestellt. Schaut man sich an was in den HoloLens-Communities weltweit passiert, fällt es auch nicht schwer das zu glauben. So passt es auch sehr gut ins Bild, dass mit den Acer und HP Mixed Reality Headsets zwei preisgünstige Alternativen zur HoloLens vorgestellt wurden. Beide sind ab sofort für 399$ in den USA und Kanada verfügbar. Als eindrucksvolles Beispiel für die Anwendung von Mixed Reality wurde die Bühnenplanung vom Cirque du Soleil gezeigt.

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Wer bei bisherigen Anwendungsszenarien Probleme mit der Gestensteuerung bei der HoloLens hatte, kann nun dank zweier Motion Controller seine Steuerung erweitern. Durch ein Touchpad, einen analogen Stick und mehrere Knöpfen, können verschiedene Aktionen ausgeführt werden. Zusätzlich befinden sich LEDs an den Ringen um die Griffe, mit denen die Controller getracked werden können.

Das war noch längst nicht alles vom zweiten Tag. Weitere Highlights wie Details zu Azure IoT Edge, Azure Service Fabric oder VSTS folgen im nächsten Post. Also bis später…

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