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Thomas Rümmler
Thomas Rümmler arbeitet als Managing Consultant und Projektleiter bei AIT und ist von Microsoft als Most Valuable Professional (MVP) für Visual Studio & Development Technologies ausgezeichnet worden. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Application Lifecycle Management und DevOps. Thomas hilft Unternehmen ihren Entwicklungsprozess ganzheitlich zu verbessern. Seine Erfahrung gibt er als Autor des TFS-Blogs und Sprecher im Microsoft DevOps Umfeld weiter.

Thomas Rümmler

Neu in TFS 2018: Nur noch das neue Work Item Modell

Donnerstag, 21. September 2017

Update – 22.09.2017

Bezüglich der XML-Definition des alten Formulartyps (<LAYOUT>-Knoten in der Work Item Type Definition) haben wir den Blogpost noch einmal angepasst.

 

In diesem Beitrag unserer Blogserie „Neu in TFS 2018“ beleuchten wir eine wesentliche Änderung bei den Work Item Formularen. Da es sich um eine einschneidende Änderung handelt, sollte sich jeder, der von einem Bestandssystem auf einen TFS 2018 migriert, damit beschäftigen. Erfahren Sie hier, welche Auswirkungen die Änderung hat und unsere Empfehlung für Sie. Es geht dabei lediglich um die administrative Sicht. Eine fachliche Betrachtung der neuen Formulare wird in einem späteren Blogpost durchgeführt.

Ausgangslage ist, dass Microsoft bereits mit dem TFS 2017 ein neues Work Item Formular eingeführt hat. Bislang wurden beide Formulartypen (alt und neu) parallel unterstützt und der TFS Administrator konnte entscheiden, welches Modell verwendet wird bzw. ob die TFS Benutzer selbst wählen sollten.

Mit dem TFS 2018 wird das alte Formular im Web Access gar nicht mehr unterstützt. D.h. es gibt keine Möglichkeit mehr, den alten Formulartyp dort anzuzeigen. Wenn man bereits in TFS 2017 auf das neue Formularlayout gewechselt ist, hat der TFS selbst den neuen XML-Tag „<WebLayout“>” ergänzt. Diese Funktionalität ist immer noch enthalten, d.h. spätestens mit dem Wechsel auf TFS 2018 wird dieser Bereich in den Work Item Type Definitionen automatisch ergänzt. Jedoch werden bestehende Team Project Collections zeitgleich umgestellt, so dass die alte Formulardefinition, also der XML-Tag “<Layout>”, im Web Access nicht mehr verwendet wird. Technisch betrachtet bleibt die alte Formulardefinition („<Layout“-Knoten im XML) aus Abwärtskompatibilitätsgründen erhalten, z.B. für den Zugriff mittels Microsoft Test Manager (MTM). Wenn Ihr TFS davon betroffen ist, erhalten Sie beim Upgrade folgende Warnung:

[VS403364]: This release introduces major updates to the work item form layout and functionality and deprecates legacy custom controls. Consequently, the upgrade process will update all work item type definitions to use the new work item form WebLayout element and remove all custom controls. For additional information and recommended upgrade steps, see the Deployment Guide.

Haben Sie keinerlei Anpassungen an Ihren Work Item Typen in der Vergangenheit vorgenommen, kann man gut mit dem Automatismus leben. Wurden die Work Item Typen jedoch früher modifiziert (z.B. neue Felder hinzugefügt oder neue Work Item Typen eingeführt), so ist manuelle Nacharbeit sinnvoll, wie nachfolgend beschrieben.

Wenn Sie bereits unserer Best Practice Empfehlung folgen und Ihre Process Templates in der Versionskontrolle vorhalten, dann können Sie dort die automatisch generierten Formulare nach Ihren Wünschen anpassen. Wenn Sie die Templates noch nicht in der Versionskontrolle haben, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen. Laden Sie dazu einfach die Process Templates aus Ihrem bestehenden TFS mittels Visual Studio, wie im nachfolgenden Screenshot dargestellt, herunter.

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Nach dem automatischen Anpassen der Work Item Type Definitionen beim Upgrade sollten Sie die neuen Dateien herunterladen und auch in die Versionskontrolle aufnehmen. Entscheidend ist jetzt, dass die einzelnen Elemente auf der Oberfläche, insbesondere die vorher eigens hinzugefügten, automatisch angeordnet sind. Deshalb ist es sinnvoll, diese automatischen Anpassungen zu reviewen und diese manuell so zu verändern, dass sie Ihren Ansprüchen an das Formularlayout (Anordnung der Felder) gerecht wird.

Um dies ohne Einfluss auf die Produktivumgebung zu machen, empfehlen wir die vorher beschriebenen Aktivitäten komplett in einer Parallelumgebung durchzuführen. Speziell für solche Fälle wird ein s.g. Pre-Production-Upgrade angeboten: https://docs.microsoft.com/en-us/vsts/tfs-server/upgrade/pre-production

Wenn Sie Hilfe beim Upgrade benötigen, sprechen Sie uns gerne an.

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